Werkstatt · eingerichtet 2026
Eine Werkstatt
für die Stadt
nach der Arbeit.
Wenn Arbeit aufhört, das Maß aller Dinge zu sein, müssen wir neu fragen, wofür unsere Städte eigentlich da sind.
Stadt ist kein Plan. Stadt ist Handwerk.
Wir stehen am Anfang einer Post-Labor-Ära. Künstliche Intelligenz und Automatisierung übernehmen, wofür Menschen jahrhundertelang ihre Tage geordnet haben. Was bleibt, wenn der Job nicht mehr Ort, Rhythmus und Sinn vorgibt?
Vor allem: die Stadt.
Aber nicht die Stadt, die wir kennen — gebaut für Pendelströme, Bürotürme und Konsumflächen. Sondern eine Stadt, die wieder das wird, wofür sie ursprünglich erfunden wurde: ein Ort des Aushandelns, des Begegnens, des Selbermachens.
Eine Werkstatt für urbanes Leben im Übergang.
Die Stadtgestalterei denkt laut darüber nach,
- wie Quartiere aussehen, wenn der Tag nicht mehr von 9 bis 17 läuft.
- was öffentliche Räume leisten müssen, wenn Menschen mehr Zeit als Geld haben.
- welche Rolle Nachbarschaft, Handwerk und Gemeinschaft wieder einnehmen.
- wie Technologie dabei dient — und wann sie im Weg steht.
- woraus Identität entsteht, wenn sie sich nicht mehr aus dem Beruf speist.
Womit wir an der Werkbank anfangen.
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ZeitWas strukturiert den Tag, wenn nicht mehr die Arbeit?
Wenn Erwerbsarbeit Stunden, Wochen und Lebensläufe ordnet — was nimmt diesen Platz ein, wenn sie zurückweicht?
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RaumWofür braucht eine Stadt Innenstädte?
Bürotürme leeren sich, Pendelströme dünnen aus. Welche Funktion erbt das Zentrum — und welche Form folgt daraus?
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BindungWorüber definieren sich Menschen, wenn nicht über den Beruf?
Identität, Zugehörigkeit und Status hingen lange am Job. Was tritt an seine Stelle — und was sollte es?
Die Post-Labor-Ära ist kein Ereignis, das uns zustößt. Sie ist ein Material, mit dem sich arbeiten lässt.
Wer mitmachen, mitlesen oder mitstreiten will — meldet sich. Die Werkstatt ist offen für Architektur, Stadtsoziologie, Tech, Wirtschaft und Kultur.