Stadtgestalterei

Werkstatt · eingerichtet 2026

Eine Werkstatt
für die Stadt
nach der Arbeit.

Wenn Arbeit aufhört, das Maß aller Dinge zu sein, müssen wir neu fragen, wofür unsere Städte eigentlich da sind.

I  ·  Worum es geht

Stadt ist kein Plan. Stadt ist Handwerk.

Wir stehen am Anfang einer Post-Labor-Ära. Künstliche Intelligenz und Automatisierung übernehmen, wofür Menschen jahrhundertelang ihre Tage geordnet haben. Was bleibt, wenn der Job nicht mehr Ort, Rhythmus und Sinn vorgibt?

Vor allem: die Stadt.

Aber nicht die Stadt, die wir kennen — gebaut für Pendelströme, Bürotürme und Konsumflächen. Sondern eine Stadt, die wieder das wird, wofür sie ursprünglich erfunden wurde: ein Ort des Aushandelns, des Begegnens, des Selbermachens.

II  ·  Was wir machen

Eine Werkstatt für urbanes Leben im Übergang.

Die Stadtgestalterei denkt laut darüber nach,

  1. wie Quartiere aussehen, wenn der Tag nicht mehr von 9 bis 17 läuft.
  2. was öffentliche Räume leisten müssen, wenn Menschen mehr Zeit als Geld haben.
  3. welche Rolle Nachbarschaft, Handwerk und Gemeinschaft wieder einnehmen.
  4. wie Technologie dabei dient — und wann sie im Weg steht.
  5. woraus Identität entsteht, wenn sie sich nicht mehr aus dem Beruf speist.
III  ·  Drei Leitfragen

Womit wir an der Werkbank anfangen.

  1. ZeitWas strukturiert den Tag, wenn nicht mehr die Arbeit?

    Wenn Erwerbsarbeit Stunden, Wochen und Lebensläufe ordnet — was nimmt diesen Platz ein, wenn sie zurückweicht?

  2. RaumWofür braucht eine Stadt Innenstädte?

    Bürotürme leeren sich, Pendelströme dünnen aus. Welche Funktion erbt das Zentrum — und welche Form folgt daraus?

  3. BindungWorüber definieren sich Menschen, wenn nicht über den Beruf?

    Identität, Zugehörigkeit und Status hingen lange am Job. Was tritt an seine Stelle — und was sollte es?

IV  ·  Mitmachen

Die Post-Labor-Ära ist kein Ereignis, das uns zustößt. Sie ist ein Material, mit dem sich arbeiten lässt.

Wer mitmachen, mitlesen oder mitstreiten will — meldet sich. Die Werkstatt ist offen für Architektur, Stadtsoziologie, Tech, Wirtschaft und Kultur.